Brumm Brumm

Mai 23, 2007

Was ist so groß wie ein LKW, transportiert aber meist Menschen anstatt Ware?

Hat man nun mehrere davon und hat sie durchnummeriert und in der richtigen Reihenfolge aufgestellt und benennt man nun den, welcher rechts neben der 125 steht, so hat man einen großartigen Berliner Writer: Bus 126!

Hierbei handelt es sich um einen der wenigen noch aktiven Writer aus der Berliner-Oldschool (wurde er doch schon im legendären „Odem: On The Run“ erwähnt). Er hat eine Berlin-typische und trotzdem absolut individuelle Gestaltung seiner drei Buchstaben entwickelt, welche er im Kern immer beibehält. Davon ausgehend zerlegt er die Lettern immer wieder mit den verschiedensten grafischen Mittlen, um doch immer wiedererkennbar zu bleiben.

An dieser Stelle sei auf das Overkill-Special zu Bus 126 verwiesen, in dem es eine Fülle an Bildern von 1986 bis heute zu sehen gibt. Besonders beachten sollte man die aktuelleren Bilder auf der dritten Seite (inkl. dem 3D-Style, den er für die letzte Backjumps-Ausstellung aus Holz gebaut hat).

(Bus 126 Special auf Overkill.de)

Bus 126 (Friedrichshain)

Bus 126 (Berlin/Friedrichshain)

Advertisements

Neues von der CAP-Crew

Januar 16, 2007

Sie ist endlich da, die (zumindest von uns) herbeigesehnte elfte Ausgabe des Upstream-Magazins!

Upstream #11

Upstream ist ein pdf-Graffitimagazin aus Prag, welches über die oben genannte Adresse kostenfrei heruntergeladen werden kann. Dies sollte man tun, da auch die neue Ausgabe wieder vollgestopft ist mit Bildern der legendären CAP-Crew.

cap.JPG

Die Bilder der CAP-Crew lassen sich wohl gerade noch so als „Graffiti“ umschreiben, da sie sich nur noch sehr bedingt an die althergebrachen Regeln und Techniken des Graffitistyle halten. Was nicht heißen soll, dass sie diesen nicht beherrschen. So kann man in den elf Upstream-Ausgaben sehr gut die Entwicklung beobachten, besoders gut nachvollziehbar am Beispiel von Most und Bleze, welche über Standard-, Oldschool- und Toystyles den Weg zum kranken CAP-Style gefunden haben; zum sehr kranken CAP-Style gefunden haben! Da die Crewmitglieder auch ein Teil des Upstreamteams sind, geht diese Entwicklung auch mit einer Veränderung des Magazin-Layoutes einher. Handelt es sich anfangs noch um ein für solche Mags ziemlich standardmäßiges Erscheinungsbild, so bestehen die letzten Ausgaben nur noch aus einzelnen Fotos, die jeweils die ganze Seite einnehmen und mehr wie Schnappschüsse wirken. Darunter tauchen dann auch Bilder auf, die die Crew im Urlaub oder beim Essen von Zuckerwatte zeigen. Ja, hier kann man nachvollziehen, wie sie im Stande sind so teilweise abartige Ideen zu entwickeln, sie saufen, haben Spaß und machen Graffiti.

Also, wer wissen will wie der Penis vom Michelin-Männchen aussieht, wie die CAP Crew den Tod des Crocodile-Hunters verarbeitet, wieviele Penise man in einem einzigen Style verstecken kann und ob es lustig ist, quer über eine Wall of Fame einen Baumstamm zu malen, der sollte sich dieses Croissant unter den Graffitimagazinen nicht entgehen lassen.

hunde.JPG

„No Future Forever“

Filz, Fett und Fetenhits

Januar 10, 2007

740377_th.JPG

So kennen wir ihn, unser aller Lieblingsqueruland und Schöpfer der sozialen Plastik. Doch neben dieser ernsthaften und intellektuellen Seite, war Joseph Beuys auch eine rheinische Frohnatur, die für jeden Schabernack zu haben war.

Dies lässt sich sehr gut nachvollziehen, anhand dieses Videodokumentes aus dem Jahre 1982. Wer den Text von „Sonne statt Reagan“ noch mal genau analysieren möchte, dem sei an dieser Stelle die komplette Audioversion nahegelegt.